Im Jahr 2000 führte die Schweiz knapp 7'850 Tonnen Olivenöl ein. Zwanzig Jahre später waren es über 19'000 Tonnen, und erstmals zahlten Importeure dafür an der Grenze mehr als CHF 100 Millionen. Seither hat sich die Menge auf einem hohen Niveau eingependelt, während die Preise nach den Dürrejahren in Spanien kräftig ausschlugen.

Unsere Redaktion hat die verfügbaren Zahlen zusammengetragen: Zollstatistik, UN-Handelsdaten, die Nahrungsmittelbilanz des Bundesamts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV), internationale Marktberichte und Preisbeobachtungen aus dem Detailhandel. Die Quellen stimmen nicht immer überein. Wo sie sich widersprechen, zeigen wir beide Werte und erklären, woran es liegt.

Von 7'850 auf 19'000 Tonnen: die Einfuhren seit 2000

Weil in der Schweiz nur verschwindend kleine Mengen Olivenöl gepresst werden – die Ernten aus dem Tessin, dem Wallis und der Waadt beschreiben wir im Beitrag Olivenöl aus der Schweiz –, sind die Importzahlen der beste verfügbare Massstab für den Verbrauch. Und diese Zahlen zeigen eine klare Richtung.

Laut Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) lagen die Einfuhren im Jahr 2000 bei 7'847 Tonnen. Bereits 2003 meldete die damalige Zollverwaltung 9'434 Tonnen im Wert von CHF 55.4 Millionen; rund 65 Prozent stammten aus Italien. 2020 folgte der Sprung: 19'090 Tonnen, 25 Prozent mehr als im Vorjahr, im Wert von CHF 101.5 Millionen. Damit überstieg der Importwert erstmals die Marke von 100 Millionen Franken, und Olivenöl wurde wertmässig zum wichtigsten eingeführten Pflanzenöl der Schweiz. Innerhalb von zwei Jahrzehnten hat sich die Menge also nach unserer Rechnung um den Faktor 2.4 vergrössert.

Wie das Öl in den Jahrzehnten davor aus den italienischen Quartierläden in die Regale der Grossverteiler wanderte, erzählt unser Rückblick Olivenöl in der Schweiz der 1980er- und 1990er-Jahre.

JahrMengeWertQuelle
20007'847 t–BAZG (Mitteilung 2021)
20039'434 tCHF 55.4 Mio.Eidg. Zollverwaltung (2004)
2015–82.6 Mio. US-DollarUN Comtrade via TrendEconomy
201913'875 t (nur natives Öl, Tarifnummer 1509.10)88.0 Mio. US-Dollar (gesamte Position 1509)WITS / UN Comtrade
202019'090 tCHF 101.5 Mio.BAZG (2021)
2021–110.5 Mio. US-DollarUN Comtrade via TrendEconomy
202315'770 t132.9 Mio. US-DollarGTAIC (2026)
202416'070 t (GTAIC) bzw. 17'056 t (CBI)183.1 Mio. US-Dollar bzw. 170 Mio. EuroGTAIC / CBI (2026)
2025 (Januar–November)16'360 t145.2 Mio. US-DollarGTAIC (2026)

Nach dem Rekord von 2020: Normalisierung auf hohem Niveau

Das Rekordjahr 2020 fiel mit dem ersten Pandemiejahr zusammen, in dem deutlich mehr zu Hause gekocht wurde. Ein Zusammenhang liegt nahe, lässt sich aus der Zollstatistik allein aber nicht belegen. Klar ist: Die 19'000 Tonnen wurden danach nicht mehr erreicht. Für 2023 berichtete das Tessiner Portal tvsvizzera von gut 15'000 Tonnen, die Marktanalyse von GTAIC nennt 15'770 Tonnen.

Seither steigt die Menge wieder leicht. GTAIC weist für 2024 16'070 Tonnen aus und für die ersten elf Monate von 2025 bereits 16'360 Tonnen – also schon vor Jahresende mehr als im gesamten Vorjahr. Nach unserer Einschätzung hat sich der Markt damit bei 16'000 bis 17'000 Tonnen pro Jahr eingependelt, deutlich über dem Niveau der 2000er-Jahre.

Beim Wert sieht das Bild anders aus. Die UN-Handelsdaten zeigen einen fast stetigen Anstieg von 82.6 Millionen US-Dollar (2015) auf 132.6 Millionen (2023), nach unserer Rechnung ein Plus von rund 60 Prozent. Nur 2019 gab es einen Knick auf 88.0 Millionen. 2024 schoss der Wert laut GTAIC auf 183.1 Millionen Dollar hoch, obwohl die Menge nur wenig zunahm. Der Grund liegt bei den Preisen, auf die wir weiter unten eingehen.

Warum die Quellen unterschiedliche Zahlen nennen

Wer zu Olivenöl-Importen der Schweiz recherchiert, stösst schnell auf Widersprüche. Für 2024 nennt das niederländische Exportförderzentrum CBI 17'056 Tonnen im Wert von 170 Millionen Euro, GTAIC dagegen 16'070 Tonnen und 183.1 Millionen US-Dollar. Die Mengen liegen nach unserer Rechnung rund 6 Prozent auseinander. Rechnet man die Euro-Summe zum Jahresmittelkurs 2024 von rund 1.08 Dollar pro Euro um, sind die Werte dagegen nahezu deckungsgleich. Das spricht dafür, dass sich die Quellen weniger beim Geld als bei der Abgrenzung der Ware unterscheiden.

Typische Ursachen für solche Abweichungen sind:

  • Warenabgrenzung: Manche Auswertungen umfassen nur natives Olivenöl (Tarifnummer 1509.10), andere die gesamte Position 1509 inklusive raffinierter Mischungen, wieder andere zusätzlich Oliventresteröl (Position 1510).
  • Datenbasis: Schweizer Zolldaten, von der Schweiz an die UNO gemeldete Werte und sogenannte Spiegelstatistiken (was die Lieferländer als Export in die Schweiz melden) ergeben selten exakt dieselbe Zahl.
  • Währung: Franken, Dollar und Euro werden zu unterschiedlichen Kursen umgerechnet; Wechselkursschwankungen verändern die Werte, ohne dass sich am Markt etwas ändert.
  • Revisionen und Stichtage: Handelsstatistiken werden nachträglich korrigiert, Monatsdaten wie jene für Januar bis November 2025 sind vorläufig.

Keine der genannten Quellen legt ihre Abgrenzung vollständig offen. Wir verwenden deshalb für Zeitreihen möglichst Zahlen derselben Herkunft und geben bei Vergleichen immer an, woher ein Wert stammt.

Wie viel Olivenöl isst die Schweiz pro Kopf?

Eine direkte Messung des Pro-Kopf-Konsums gibt es nicht. Es existieren aber mehrere Annäherungen, die ein recht stimmiges Bild ergeben:

  • Nahrungsmittelbilanz des BLV: 5.0 Gramm Olivenöl pro Person und Tag im Zeitraum 2020/21, 14 Prozent mehr als 2014/15. Das entspricht nach unserer Rechnung rund 1.8 Kilogramm pro Jahr.
  • Internationaler Olivenölrat (IOC): 1.6 Kilogramm pro Person für das Jahr 2014.
  • tvsvizzera (2024): rund 2 Liter pro Person und Jahr, was etwa 1.8 Kilogramm entspricht.
  • Unsere Rechnung aus den Importen: rund 2.2 Kilogramm pro Kopf im Rekordjahr 2020 – das sind etwa 6.0 Gramm pro Tag – und etwa 1.9 Kilogramm im Jahr 2024 (auf Basis der CBI-Menge).

Die Importrechnung liegt etwas höher, weil sie auch Öl für Gastronomie und Lebensmittelindustrie, Wiederausfuhren und Verluste enthält. Die Faustregel lautet deshalb: Eine Person in der Schweiz verbraucht heute knapp 2 Kilogramm Olivenöl im Jahr, je nach Abgrenzung 5 bis 6 Gramm pro Tag, und spürbar mehr als vor zehn Jahren (laut BLV plus 14 Prozent seit 2014/15). Wer in anderen Quellen auf «5 Gramm» oder «6 Gramm pro Tag» stösst, liest also keine widersprechenden Zahlen, sondern dieselbe Menge mit zwei verschiedenen Abgrenzungen.

Im europäischen Vergleich liegt die Schweiz damit im Mittelfeld. Eine auf IOC-Daten gestützte Sekundärquelle nennt für die Jahre 2015/16 bis 2019/20 im Schnitt etwa 0.7 Liter für Deutschland, 1.6 Liter für Frankreich und 9 Liter für Italien; diese Werte konnten wir nicht direkt beim IOC überprüfen. Gesichert ist der IOC-Wert für Italien 2022/23: 7.4 Kilogramm pro Kopf. Wie sich solche Konsummengen zur Lebenserwartung verhalten, zeigt unser Ländervergleich zu Olivenöl-Konsum und Lebenserwartung.

Olivenöl neben Sonnenblumen- und Rapsöl

In der Schweizer Küche bleibt Olivenöl ein Ergänzungsöl. Laut BLV-Bilanz kamen 2020/21 pro Person und Tag 14 Gramm Sonnenblumenöl (minus 12 Prozent seit 2014/15) und 13 Gramm Rapsöl (plus 13 Prozent) auf den Tisch. Von diesen drei Ölen macht Olivenöl nach unserer Rechnung rund 16 Prozent aus. Die italienische Fachzeitschrift Teatro Naturale beziffert den Anteil von 15'000 Tonnen Olivenöl am gesamten Verbrauch tierischer und pflanzlicher Fette auf 5.4 Prozent.

Dass Olivenöl trotzdem das wertmässig wichtigste Importöl ist, erklärt der Preis. 2020 importierte die Schweiz 44'970 Tonnen Sonnenblumenöl zu durchschnittlich rund CHF 1.30 pro Kilo, Olivenöl dagegen zu etwa CHF 5.30 pro Kilo – gut viermal so teuer. Die Ernährungsempfehlungen des BLV sehen 20 bis 30 Gramm Pflanzenöl pro Tag vor, mindestens die Hälfte davon Rapsöl. Olivenöl hat darin seinen Platz, aber nicht als einziges Öl.

Herkunft: Italien vorn, Spanien holt auf

Seit Jahrzehnten dominiert Italien die Schweizer Olivenöl-Einfuhren. Der Vorsprung schrumpft aber. 2003 lag der italienische Anteil laut Zollverwaltung bei rund 65 Prozent, 2023 bei etwa der Hälfte. Wichtig beim Lesen der folgenden Tabelle: Manche Werte beziehen sich auf die Menge, andere auf den Wert, und nicht jede Quelle sagt klar, welches von beiden.

Land2003 (Zoll)2019 (Menge, natives Öl)2023 (Wert, UN Comtrade)2024 (Wert, GTAIC)2024 (CBI)
Italienrund 65 %6'960 t (rund 50 %)52 %51.9 %47 %
Spanien–4'100 t (rund 30 %)24 %27.3 %32 %
Griechenland–1'450 t (rund 10 %)10.4 %10.1 %9 %
Portugal–374 t4.5 %––
Tunesien––3.9 %–3.4 %
Türkei––––2.4 %

Die Prozentangaben für 2019 sind nach unserer Rechnung aus den Tonnagen abgeleitet. Auffällig ist 2019 Deutschland mit 386 Tonnen: Dabei handelt es sich um Wiederausfuhren, also Öl, das über deutsche Händler in die Schweiz gelangt.

Dass Spanien bei der Menge stärker dasteht als beim Wert, hat mit dem Grenzpreis zu tun. 2020 kostete spanisches Olivenöl an der Grenze im Schnitt rund CHF 3.60 pro Kilo, italienisches und griechisches rund CHF 6 pro Kilo. Zu bedenken ist ausserdem: Die Statistik erfasst das Versandland, nicht die Herkunft der Oliven. Italienische Abfüller verarbeiten auch Öl aus Spanien, Griechenland oder Tunesien; eine Flasche aus Italien enthält deshalb nicht zwingend italienisches Öl.

Laut tvsvizzera verkauft allein der italienische Hersteller Monini etwa jede fünfte Flasche Olivenöl in der Schweiz, rund 20 Prozent seines Schweizer Absatzes entfallen auf Bio-Öl.

Preise im Regal: vom Schock 2023 zur langsamen Entspannung

Zwischen 2022 und 2024 führten Dürre und Hitze in Spanien, dem mit Abstand grössten Produzenten, zu stark eingebrochenen Ernten. Die Weltmarktpreise für Olivenöl stiegen auf Rekordhöhen, und die Schweizer Regale folgten mit Verzögerung.

ZeitpunktBeobachtungQuelle
Februar 2021 → März 2023Don Felipe natives Olivenöl extra, 1 Liter: CHF 9.95 → CHF 13.70 (plus 37.6 Prozent)watson.ch
Oktober 2023Comparis-Preisindex Olivenöl: plus 24 Prozent gegenüber VorjahrBlick
2023 → 2024Durchschnittlicher Importwert: 8'430 → 11'390 US-Dollar pro TonneGTAIC
Januar–November 2025Durchschnittlicher Importwert: 8'880 US-Dollar pro TonneGTAIC
2026Günstigstes natives Olivenöl extra pro Liter: Migros/Coop CHF 9.95, Aldi CHF 8.50, Denner CHF 7.95, Lidl CHF 6 bis 8Rappn

Der Importwert pro Tonne stieg von 2023 auf 2024 nach unserer Rechnung um rund 35 Prozent und fiel 2025 wieder um gut 20 Prozent. Die Einstiegspreise im Regal sinken langsamer. Die Preisvergleichsplattform Rappn stellt fest, dass die Schweizer Preise dem Preisrückgang in der EU von 2025 nur zögerlich folgen.

Teuer heisst nicht automatisch gut. Die Westschweizer Konsumentenorganisation FRC testete im Juli 2025 zehn native Olivenöle extra zwischen CHF 7.95 und CHF 58 pro Liter. Zwei davon wurden zu «nativ» herabgestuft, und die meisten trugen kein Erntedatum. Alle Ergebnisse dieses und weiterer Tests fassen wir im Olivenöl-Test Schweiz 2026 zusammen.

Was im Einkaufskorb liegt: Qualität, Verpackung, Bio

Gemäss CBI bestanden 2024 rund 78 Prozent der Schweizer Einfuhren aus nativem Olivenöl extra. Etwa die Hälfte kommt bereits abgefüllt über die Grenze, die andere Hälfte als lose Ware, die in der Schweiz abgefüllt wird. Bio-Öl macht rund 10 Prozent des Detailhandelsgeschäfts aus. Den Markt prägen die Eigenmarken von Coop und Migros.

Genauere Angaben zum Kaufverhalten liefert nur eine Umfrage, die Teatro Naturale 2023 zitierte, ohne Auftraggeber oder Methode zu nennen. Die Zahlen sind deshalb mit Vorsicht zu lesen:

  • 58 Prozent der Käufe entfallen auf natives Olivenöl extra.
  • 63 Prozent kaufen in PET-Flaschen, 31 Prozent in Glas.
  • 46 Prozent verwenden das Öl vorwiegend roh, 30 Prozent zum Kochen.
  • 40 Prozent kaufen im Supermarkt, 25 Prozent im Hypermarkt.
  • Die grösste Käufergruppe sind die 50- bis 65-Jährigen mit 39 Prozent.

Der Unterschied zwischen 58 Prozent (Umfrage) und 78 Prozent (CBI) muss kein Widerspruch sein: Die eine Zahl zählt Kaufakte, die andere Tonnen, und die Umfrage ist älter. Auffällig ist der hohe PET-Anteil, obwohl Licht und Sauerstoff dem Öl schaden.

Welche Kantone am meisten Olivenöl verbrauchen

Diese Frage erreicht unsere Redaktion regelmässig. Die ehrliche Antwort: Es gibt keine Daten dazu. Weder die Zollstatistik noch die Nahrungsmittelbilanz noch die nationale Ernährungserhebung menuCH weisen den Olivenöl-Konsum nach Kantonen aus. Auch eine Auswertung speziell für Olivenöl nach Regionen existiert nicht.

Die beste Annäherung liefern die Sprachregionen. Die menuCH-Erhebung von 2014–15 hat den Verzehr aller Pflanzenöle zusammen gemessen:

  • italienischsprachige Schweiz: 16 Gramm pro Person und Tag
  • französischsprachige Schweiz: 15 Gramm
  • deutschsprachige Schweiz: 13 Gramm
  • Schweizer Durchschnitt: 14 Gramm

Beim Butterverbrauch kehrt sich die Reihenfolge um. Eine Auswertung derselben Erhebung im Fachjournal Nutrients ergab 8.1 Gramm pro Tag in der Deutschschweiz, 6.4 Gramm in der Romandie und 3.7 Gramm im Tessin. Daraus lässt sich schliessen, dass im Tessin und in der Romandie tendenziell mehr mit Öl und weniger mit Butter gekocht wird. Ob das speziell für Olivenöl gilt, bleibt eine plausible Vermutung, keine gemessene Tatsache. Wie Olivenöl überhaupt in die Schweizer Küchen eingezogen ist, beschreiben wir in Olivenöl in der Schweiz in den 1980er- und 1990er-Jahren.

Was die Zahlen für die kommenden Jahre andeuten

Aus 25 Jahren Statistik lassen sich einige nüchterne Linien ziehen. Die Menge hat sich seit 2000 mehr als verdoppelt, wächst aber seit dem Ausreisser 2020 nur noch langsam. Der Pro-Kopf-Konsum liegt knapp unter 2 Kilogramm und steigt vor allem auf Kosten des Sonnenblumenöls. Natives Olivenöl extra ist zum Standard geworden, Bio bleibt eine stabile Nische von rund einem Zehntel. Bei der Herkunft verliert Italien langsam Anteile an Spanien, während Tunesien und die Türkei eine kleine Rolle spielen.

Offen bleibt, wie schnell die tieferen Einkaufspreise von 2025 im Regal ankommen. Die Grossverteiler haben ihre Einstiegspreise bisher nur zögerlich gesenkt. Für Konsumentinnen und Konsumenten lohnt sich deshalb der Blick auf Erntedatum, Herkunftsangabe und Testergebnisse mehr als auf den Preis allein.

Häufige Fragen

Wie viel Olivenöl importiert die Schweiz pro Jahr?

Aktuell rund 16'000 bis 17'000 Tonnen. Der Rekord liegt bei 19'090 Tonnen im Jahr 2020, im Jahr 2000 waren es 7'847 Tonnen. Je nach Quelle und Warenabgrenzung weichen die Zahlen für dasselbe Jahr um einige Prozent voneinander ab.

Wie viel Olivenöl verbraucht eine Person in der Schweiz?

Knapp 2 Kilogramm pro Jahr. Die Nahrungsmittelbilanz des BLV nennt 5.0 Gramm pro Tag (2020/21), was etwa 1.8 Kilogramm entspricht. Aus den Importen ergeben sich nach unserer Rechnung 1.9 bis 2.2 Kilogramm.

Woher stammt das Olivenöl in Schweizer Läden?

Etwa die Hälfte des Importwerts entfällt auf Italien, rund ein Viertel bis ein Drittel auf Spanien und etwa 10 Prozent auf Griechenland. Die Statistik erfasst allerdings das Versandland, nicht zwingend die Herkunft der Oliven.

Warum ist Olivenöl in der Schweiz so teuer geworden?

Wegen der Dürre in Spanien von 2022 bis 2024. Der Literpreis eines bekannten Markenöls stieg zwischen 2021 und 2023 um 37.6 Prozent, der Importwert pro Tonne 2024 um rund 35 Prozent. Seit 2025 sinken die Einkaufspreise wieder, die Ladenpreise folgen langsam.

In welchem Kanton wird am meisten Olivenöl konsumiert?

Das weiss niemand, weil keine Kantonsdaten erhoben werden. Die beste Annäherung ist der Pflanzenölverbrauch nach Sprachregion: Das Tessin liegt mit 16 Gramm pro Tag vor der Romandie (15 Gramm) und der Deutschschweiz (13 Gramm).

Quellen

Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche oder ernährungsmedizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen wenden Sie sich an eine Fachperson.